Bilder des Monats: August 2025
Ein Mal im Monat veröffentlichen wir in unserem Blog kleine Geschichten und historische Aufnahmen aus unseren digitalem Archiv.
Eine Tropfsteinhöhle mit eigenem Bahnhof
Eine Tropfsteinhöhle mit eigenem Bahnhof
Nein, dies ist kein Scherz! Eine Tropfsteinhöhle mit eigenem Bahnhof gab bzw. gibt es wirklich. Wobei es sich zugegebenermaßen „nur“ um einen Haltepunkt handelt – aber möglicherweise den Haltepunkt mit dem größten Bahnhofsgebäude. Doch wie kam es zu diesem ungewöhnlichen Bahnhof? Im Jahr 1864 war von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn die kurze Strecke von Letmathe nach Iserlohn eröffnet worden – und vier Jahre später wurde dann bei Erweiterungsarbeiten an dieser Strecke zufällig eine besonders prächtige Tropfsteinhöhle entdeckt, die später den Namen „Dechenhöhle“ erhielt (nach Heinrich von Dechen, einem verdienten Geologen der damaligen Zeit). Die Bahn erkannte das Potential der Höhle als Ausflugsziel und ließ sie zu einer Besucherattraktion ausbauen – die Anlage eines eigenen Bahnhofs bot sich da natürlich an. Später gehörte die Höhle zur KED Wuppertal, dann zur RBD und zuletzt zur BD Wuppertal. Die Höhlenführungen wurden dementsprechend von Eisenbahnern durchgeführt. Erst im Jahr 1983 endeten die ungewöhnlichen Eigetumsverhältnisse und die Höhle ging in den Besitz regionaler Träger über. In den Jahren 1948 und 1954 erstellte der Fotograf der Eisenbahndirektion Wuppertal eine Serie von Fotografien dieser Höhle (alles 13 x 18 Glasplatten), von denen eine Auswahl nachfolgend gezeigt werden soll.
Das große Bahnhofsgebäude (mit Gaststätte) am Haltepunkt „Dechenhöhle“ – so stand es auf dem Stationsschild. Inzwischen befindet sich in dem Gebäude ein Höhlenmuseum.
Blick in einen der Speiseräume der angeschlossenen Gaststätte.
Und nun geht es in die Höhle hinein – zu sehen ist hier die sogenannte „Palmengrotte“.
Besonders beeindruckend ist die „Kaiserhalle“.
Auch in den Gebäuden wurden großen Mengen Material gelagert. Wozu mögen diese Bolzen gedient haben?
Die Säulenhalle „Alhambra“.
Und als letztes Bild noch die ebenfalls sehr beeindruckende „Orgelgrotte“.