Bilder des Monats: August 2026
Ein Mal im Monat veröffentlichen wir in unserem Blog kleine Geschichten und historische Aufnahmen aus unseren digitalem Archiv.
Geschäfte im Kölner Hauptbahnhof
Geschäfte im Kölner Hauptbahnhof
Wenn man über viele Jahre regelmäßig an bestimmten Orten vorbeikommt, fallen einem Änderungen in der Regel nicht sonderlich stark auf: Meist ändern sich nur Kleinigkeiten oder einzelne Objekte, so dass man das Gefühl hat, dass im Großen und Ganzen nahezu alles gleich geblieben ist. Deutlicher werden einem die Unterschiede meist erst dann, wenn zwischen den Besuchen längere Zeitabschnitte liegen – und besonders signifikant wird es, wenn man alte Fotos eines einem ansonsten bekannten Objektes vorliegen hat und man plötzlich feststellt, dass sich alles ja vollkommen verändert hat. So dürfte es wohl denjenigen gehen, die in der letzten Zeit den Kölner Hauptbahnhof besucht haben und dessen heutiges Erscheinungsbild mit dem aus dem Jahr 1969 vergleichen. In jenem Jahr hatte der Direktionsfotograf der BD Köln die Aufgabe, die Geschäfte im Hauptbahnhof fotografisch zu dokumentieren:
Im Seitenflügel des Bahnhofs reihte sich Geschäft an Geschäft. Für die damalige Zeit typisch die Personenwaage – hier platziert zwischen zwei Süssigkeiten-Automaten.
Direkt neben den Rolltreppen, die zur Straßenbahn hinunterführten, lag ein Blumenladen.
Sämtliche Geschäfte stammten noch aus der Zeit der Eröffnung des neu gebauten Kölner Hauptbahnhofs im Jahr 1957.
Direkt neben dem Feinkostladen sieht man noch eine Bahnsteigsperre, an der man seine Fahrkarte oder Bahnsteigkarte vorzeigen musste. Auf dem großen Schild am Häuschen steht: „Reiseauskunft neben den Fahrkartenschaltern“.
Eine der wenigen Permanenzen: Auch heute gibt es noch eine „Buchhandlung Ludwig“ im Kölner Hauptbahnhof – aber natürlich nicht mehr in dieser Form.
Mitten zwischen den ganzen Geschäften befand sich die Generalvertretung der Belgischen Staatsbahn. Ob man dort Fahrkarten für die beworbenen Wochenendfahrten erwerben konnte?
Betrachtet man die Auslagen der „Bierschenke“, muss man wohl den Eindruck gewinnen, dass man dort allemöglichen Alkoholika kaufen konnte – mit der Ausnahme von Bier ….