Das Archiv

Mehr als drei Jahre nach dem Tod des bekanntem Eisenbahn-Fotografen Ludwig Rotthowe hat die Stiftung Eisenbahnmusuem Bochum den fotografischen Nachlass am 1. Januar 2021 in seine Obhut genommen und wird ihn der interessierten Öffentlichkeit wieder zugänglich machen.
Dem gelernten Fotografen war es dabei stets wichtig, nicht nur Eisenbahnfahrzeuge zu portraitieren. Er verstand es meisterhaft, die besondere Atmosphäre der Eisenbahn, die von ihr durchfahrenen Landschaften und die bei ihr arbeitenden Menschen in seinen Bildern einzufangen.

Kontakt

Prof. Wolfgang Fiegenbaum

Archiv

Übersicht

im April startet wieder unser Sommerprogramm unter dem Titel Vorträgen zur Eisenbahn- und Lokomotivgeschichte. Jeweils am 1. Dienstag in den Monaten April bis Dezember werden von 20:30 Uhr bis 22:00 Uhr Bildervorträge angeboten. Die Vorträge werden ausschließlich online via Zoom stattfinden.

Für die Teilnahme ist die Anmeldung unter detlef.coorssen@eisenbahnmuseum-bochum.de erforderlich. Die Zugangsdaten werden dann rechtzeitig mitgeteilt.

01.07.2025/ 20:30-22:00 / Wolfgang Fiegenbaum
„Die Bullen von Deutz“ – Die schweren Drehgestell Dieselloks von KHD (1954 – heute)

05.08.2025/ 20:30-22:00 / Michael Grieves
Die Bahn in Schmalfilmen aus den 1960er- Jahren: Deutschland und Spanien

02.09.2025/ 20:30-22:00 / Ingo Hütter
„Güter gehören auf die Bahn“ – Der DB-Güterverkehr in den 1950er-und 1960er-Jahren

07.10.2025/ 20:30-22:00 / Wolfgang Fiegenbaum
Als die Schmalspurbahnen lernten zu fliegen, zu segeln, zu schwimmen und mit der „richtigen“ Eisenbahn zu fahren

04.11.2025/ 20:30-22:00 / Norbert Tempel
Bahnen im Baltikum (bis 1945)

02.12.2025/ 20:30-22:00 / Wolfgang Fiegenbaum
Deutschlands längste Eisenbahn (Teil 6): Auf der Ost-, Stadt- und Kanonenbahn quer durch Berlin: Vom Bahnhof Warschauer Straße bis nach Seddin

Überwintern im Eisenbahnmuseum

Unter dem Motto „Überwintern im Eisenbahnmuseum“ gibt es in den Monaten Januar bis März wieder jeweils zwei interessante Vorträge und Filme. Ebenso wird zwischen den Vorträgen über aktuelle Neuigkeiten aus dem Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen berichtet.
Die Vorträge werden ausschließlich online via Zoom stattfinden.

Start unser Vortragsreihe ist der 06. Januar 2026. Geplant sind die Vorträge vom 19:30-21:30.

Für die Teilnahme ist die Anmeldung unter detlef.coorssen@eisenbahnmuseum-bochum.de erforderlich. Die Zugangsdaten werden dann rechtzeitig mitgeteilt.

Übersicht der Vorträge

Januar

„Die Diesellokomotiven der Wehrmacht“ von Stefan Lauscher Zu den größten, schnellsten und schönsten Lokomotiven auf Schienen gehörte sie gewiss nicht. Trotzdem kann die Bedeutung der V36 für die Diesellokentwicklung in Deutschland kaum hoch genug eingeschätzt werden. War sie es doch, die der hydraulischen Kraftübertragung in Deutschland und bei vielen Bahnen weltweit zum entscheidenden Durchbruch verhalf. Stefan Lauscher erinnert in seinem Vortrag an die Ursprünge der V36 als Kriegslok der Wehrmacht, zeigt Bilder aus den „goldenen Jahren“ im Nachkriegseinsatz bei der DB, gibt einen Eindruck vom Verbleib der V36 in über 20 Ländern der Welt und schaut auch auf die Bedeutung dieses Diesellok-Oldtimers bis heute bei zahlreichen Eisenbahnmuseen und Museumsbahnen. Das seit Jahren vergriffene und nun ergänzte und aktualisierte Buch in der EK-Baureihenbuch-Reihe über „Die Diesellokomotiven der Wehrmacht“ erscheint in Neuauflage in Kürze beim Eisenbahn-Kurier-Verlag in Freiburg.
Erfahren Sie Neuigkeiten und Informatives rund um das Eisenbahnmuseum Bochum
„Leidenschaft aus Dampf und Schnee“ von Roland Erdmann Der Filmtitel „Leidenschaft aus Dampf und Schnee” ist Programm. In seinem Film führt uns Roland Erdmann in die schneebedeckte Berglandschaft der Rocky Mountains. Die Faszination der hart arbeitenden Dampflokomotive 618 der Heber Valley Railroad eingefangen in besten Bild und Tonaufnahmen vermitteln Eisenbahnromantik wie man sie in den 1950er Jahren hätte erleben können. Ein Film zum zurücklehnen, träumen und genießen.

Februar

„Rund um Nossen“ von Rolf Houben Nossen, einst wichtiger Bahnknotenpunkt westlich von Dresden, gehörte mit seinem Betriebswerk zu den letzten Orten in der DDR, wo Normalspurdampflokomotiven verkehrten. Nossen verlor mit der Elektrifizierung der Strecke über Dresden-Riesa -Leipzig überregionale Verkehre und fiel nach der Wende in die Bedeutungslosigkeit und Verlust fast aller Verkehre. Ein Rückblick auf die Jahre 1977 bis 1987.
Erfahren Sie Neuigkeiten und Informatives rund um das Eisenbahnmuseum Bochum
„Rohre aus Styrum“ von Dietmar Beckmann Der Vortrag von Dietmar Beckmann führt Euch 50 Jahre zurück ins Ruhrgebiet der 1970er Jahre, als es dort über den Gleisen noch anständig dampfte. Zu jener Zeit fertigten die Mannesmann-Röhrenwerke in Mülheim-Styrum Stahlrohre für russische Gaspipelines. Bevor sie auf die Reise nach Osten geschickt wurden, mussten sie noch auf der Schiene zur Beschichtung nach Duisburg Huckingen transportiert werden. Für die Beförderung dieser frühen innerbetrieblichen Logistikzüge waren fast ausschließlich Dampflokomotiven der Baureihen 50 und 44 zuständig. Auf ihrem ungewöhnlichen Laufweg durch die typische Industrielandschaft des Ruhrgebietes mussten diese recht langen Züge zweimal Kopf machen. Die Fotos des Vortrages zeigen die Anlieferung des Roheisens vom Stahlwerk, den Transport zwischen den den beiden Mannesmann-Standorten und den Transport der fertigbeschichteten Rohre zurück über die Mannesmann-Anschlussbahn bis unter den Fahrdraht…. Alles mit Dampfloks!

März

Bundesbahn-1953-DB22-794 = 25-13 = 29-3 [nwf] [bs300] [2weg] 3
Robin Garn SW mit 01 137
„Der SchieStraBus“ von Aleksandra Lippert Der Schiene-Strasse-Bus mit seiner flexiblen Einsatzfähigkeit passte mit seiner neuartigen Konstruktion zum selbstverstandenen technologischen Aufbruch der jungen Deutschen Bundesbahn. Flugzeugtechnologie sollte Nebenbahnen rentabler machen, jedoch brachte der weitergehende Fortschritt andere Lösungen. Aleksandra Lippert beschreibt den Werdegang eines der Dahlhausener Museumsexponate der ersten Stunden.
Erfahren Sie Neuigkeiten und Informatives rund um das Eisenbahnmuseum Bochum
Der „Plandampf“ in Ostdeutschland 1990 – 1995 von Robin Garn. Wer 1990 meinte, betriebsfähige Dampfloks seien in Deutschland auf Fahrzeugschauen, Museumsbahnen und Sonderzüge begrenzt, der irrte. Die Deutsche Reichsbahn besaß noch die Infrastruktur und alle Kompetenzen, ihre V- oder gar E-Loks ausnahmsweise stehen zu lassen, damit die Dampftraktion die Züge des Alltags übernehmen konnte. Der Vortragende gehört zu denen, die den Verantwortlichen der DR die Idee schmackhaft machte. Er erläutert das Betriebsgeheimnis des Plandampfes und seinen Aufschwung in unvorstellbare Dimensionen, wie die zahlreicher D-Zugbespannungen. Doch jedes Paradies hat sein Ablaufdatum… Robin Garn ist auch durch seine Veröffentlichungen in Eisenbahnzeitschriften und Büchern bekannt. Seit 2021 ist er Herausgeber des quartalsweise publizierten Fachmagazins EisenbahnKlassik .

Unsere Bilder des Monats

Ein Mal im Monat veröffentlichen wir in unserem Blog kleine Geschichten und historische Aufnahmen aus unserem Archiv.