Wir sind ein Mitmach-Museum!

Mehr als 100 ehrenamtliche Mitarbeiter:innen arbeiten im Eisenbahnmuseum Bochum und ermöglichen einen lebendiges Museum

Im Eisenbahnmuseum Bochum gibt es viele spannende Aufgaben, wie sie nur die Eisenbahn(geschichte) bieten kann.
Ob Geschichtsvermittlung, Metallverarbeitung, Elektrizität, Textilverarbeitung, Pflege des Außengeländes, Durchführung von Veranstaltungen, Eisenbahnbetrieb……
– Menschen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen arbeiten in ihrer Freizeit gemeinsam am Eisenbahnerbe des Ruhrgebiets. Vom Gästebegleiter über die Rangiererin bis hin zu den Menschen in den Werkstätten oder auf der Drehscheibe – hier ist Teamarbeit gefragt! Ohne diese Mitmacher:innen könnte das Eisenbahnmuseum unter anderem die Exponate nicht präsentieren und keine Fahrten mit den historischen Lokomotiven und Waggons anbieten.

Möchten Sie mit dazu beitragen, dass unsere Gäste im Eisenbahnmuseum einen schönen Tag erleben, sprechen Sie uns bitte an, werden Sie Mitmacher:in! Sie sind herzlich willkommen. Haben Sie Lust uns als Schaffner:in, Feldbahnführer:in oder Gästeführer:in zu unterstützen? Selbstverständlich unterstützen wir Sie und bieten die Möglichkeit, sich Wissen oder besondere Qualifikationen anzueignen.

Ob jung oder alt, berufstätig oder in Rente: Ihre wertvollen Zeitspenden ermöglichen uns, das Eisenbahnmuseum für unsere Besucher:innen stetig zu verbessern.
Mit Ihrem Einsatz helfen Sie bei der Erfüllung seiner vielfältigen Aufgaben, indem Sie Tätigkeiten übernehmen.
Sie haben Fragen? Schreiben Sie uns: mitmachen@eisenbahnmuseum-bochum.de
Auskünfte telefonisch unter 0234-492516.

Ausstellung: Täglich Bilder fürs Revier

Pressefotografien von Helmut Orwat 1960 – 1992
17.5. – 7.7.2024

Als erstes Museum zeigt das Eisenbahnmuseum die Wanderausstellung „Täglich Bilder fürs Revier. Pressefotografien von Helmut Orwat 1960 – 1992“.

Ob große Industrien oder der Alltag auf den Straßen des Ruhrgebiets: Täglich lieferte Helmut Orwat rund 15 Fotografien an die Lokalredaktion der Ruhr Nachrichten in Castrop-Rauxel. Damals wie heute muss Pressefotografie Geschichten erzählen können und Helmut Orwat verstand sein Handwerk. Jugendliche Mutproben auf Kanalbrücken, Demonstrationen, Pizzabäcker mit Showqualitäten – die Aufnahmen zeigen typische Facetten des Lebens und Arbeitens im Ruhrgebiet in den Zeiten des Strukturwandels. Längst zählen seine Fotografien zum fotografischen Kulturerbe Westfalens.
Helmut Orwat wurde 1938 in Castrop-Rauxel geboren und war seit 1962 vor allem als Pressefotograf für die Dortmunder Ruhr-Nachrichten tätig. Daneben belieferte er viele weitere Zeitungen und Zeitschriften, insbesondere den Westfalenspiegel, mit zahlreichen Fotografien.

Das LWL-Medienzentrum für Westfalen hat das fotografische Lebenswerk von Helmut Orwat übernommen. Eine repräsentative Auswahl von annähernd 3.500 Motiven wurde digitalisiert und dokumentiert und kann online recherchiert werden: orwat-fotosammlung.lwl.org.

Das LWL-Museumsamt hat die gleichnamige Ausstellung des LWL-Museums Schiffshebewerk Henrichenburg als Wanderausstellung mit 40-50 Fotografien neu konzeptioniert. Sie tourt 2024 durch westfälische Museen. Für das Eisenbahnmuseum wurde eine Aufnahme von Orwats Besuch in der Aufbauphase des Museums digital restauriert und die Ausstellung aufgenommen.

Ein ausstellungsbegleitender Bildband liefert weitere Einblicke in Leben und Werk des Fotografen. Er kann im Shop erworben werden.

Ihre Unterstützung

Mit viel Engagement arbeiten wir daran, Eisenbahn- und Industriegeschichte lebendig zu erhalten und zu vermitteln. Dabei stehen wir immer wieder vor großen Herausforderungen, die unseren finanziellen Spielraum stark begrenzen. Gestiegene Preise für Material und Energie führen leider dazu, dass wir viele Maßnahmen oder Projekte verlangsamen, unterbrechen oder verschieben müssen. Dabei sind Investitionen für den Erhalt von Anlagen und Fahrzeugen oder auch in die Weiterentwicklung unserer Vermittlungsarbeit dringend notwendig.

Deshalb sind wir auch weiterhin auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Die zurückliegende Zeit haben wir durch vielerlei Unterstützung in Kombination mit großer Sparsamkeit gemeistert. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben. Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin dabei, die gesellschaftliche Bedeutung von Transport und Mobilität im Ruhrgebiet lebendig vermitteln zu können.

Unser Spendenkonto:
DE88 4305 0001 0001 9000 00 (Sparkasse Bochum)
Für alle Spenden über 100 € erhalten Sie spätestens am Ende des Kalenderjahres eine Zuwendungsbestätigung.
Die Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum ist vom Finanzamt Bochum-Süd, Steuer-Nr. 350 5705 4222 als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Daher sind Spenden auch im Rahmen der Steuergesetzgebung mit maximal 20 % des (Jahres-)Einkommens absetzbar.

Das Museum

Das Eisenbahnmuseum Bochum befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerk (Bw) Bochum-Dahlhausen, errichtet von 1916 bis 1918. Hier erhielten die Lokomotiven, die die Kohlezüge aus dem Ruhrtal zogen, ihre Betriebsstoffe wie Kohle, Wasser, Sand und Schmieröl. Auch kleinere Reparaturen waren hier möglich. Zu Hochzeiten arbeiteten im Bw über 400 Personen an bis zu 50 Lokomotiven. Als schließlich Ende der 1950er Jahre die Kohlenkrise die Zechen im Ruhrtal erfasste, brach auch das Verkehrsaufkommen im Bahnhof Bochum-Dahlhausen rapide ein. Gleichzeitig ersetze die Bundesbahn die teuren und arbeitsintensiven Dampfloks durch Diesellokomotiven. Das auf Dampfloks spezialisierte Bahnbetriebswerk wurde überflüssig. Schrittweise wurden die Anlagen stillgelegt.

Der tiefgreifende Wandel im Eisenbahnwesen rief viele Initiativen auf den Plan, die sich dem musealen Erhalt vergangener Eisenbahntechnik widmeten. Die 1968 gegründete ehrenamtliche Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) sah im Dahlhauser Bahnbetriebswerk das Potential für ein zukünftiges Eisenbahnmuseum im Ruhrgebiet. Unter ihrer Leitung trafen sich seit 1969 die ersten Ehrenamtlichen im ehemaligen Bahnbetriebswerk. Nach acht Jahren intensiver Arbeit feierten sie 1977 die Eröffnung des Eisenbahnmuseums.

2011 begann für das Eisenbahnmuseum Bochum eine neue Ära. Mit der Gründung der Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum schufen die DGEG, die Stadt Bochum und der Regionalverband Ruhr (RVR) eine sichere und zukunftsfähige Grundlage, um künftig die Aufgaben eines modernen Museums erfüllen zu können: Sammeln, bewahren, erforschen und vermitteln.

Mit Mitteln aus dem Bundesprogramm zur Förderung von nationalen Projekten des Städtebaus kaufte 2014 der RVR das Gelände vom bisherigen Eigentümer, der Deutschen Bahn AG, und die Stadt Bochum begann mit dem Bau eines neuen Empfangsgebäudes. Im Februar 2020 wurde es feierlich eröffnet. Damit hat die Stiftung hat den nächsten wichtigen Schritt gemacht. 

Das wichtigste Pfund sind aber damals wie heute die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund 120 Menschen arbeiten heute gemeinsam an Fahrzeugen, Gleisen und Waggons und lassen Eisenbahngeschichte lebendig werden.

Historischer Eisenbahnbetrieb begeistert Jung und Alt gleichermaßen und regt dazu an, über unsere Mobilität in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachzudenken. Als lebendiger und authentischer Erlebnisort setzt das Eisenbahnmuseum auf den historischen Eisenbahnbetrieb mit Fahrzeugen aus 100 Jahren Eisenbahngeschichte. Gleichzeitig stärkt es die musealen Kernaufgaben „erforschen“ und „vermitteln“. Gegenwärtig erarbeiten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine neue Vermittlungsebene, die es den Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, das Museum künftig auch auf eigene Faust erkunden zu können. Eine neue Präsentation der Fahrzeugsammlung eröffnet spannende Perspektiven, die aktuelle Forschungen aus der Technik-, Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte in sich vereinen. Mit dem neuen Empfangsgebäude ergeben sich völlig neue Möglichkeiten für Sonderausstellungen, wie sie in den historischen Gebäuden bislang undenkbar waren.

Als überaus lebendiger und authentischer Erlebnisort für Eisenbahngeschichte möchte das Museum ein Forum für gesellschaftliche Fragen zur Mobilität der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sein.

Die Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum

Das Eisenbahnmuseum Bochum wird von der gleichnamigen Stiftung bürgerlichen Rechts getragen. Stiftungsgründer waren die Stadt Bochum und die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG). Das Ziel der Stiftung ist es, das Eisenbahnmuseum Bochum unter museologischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten zu einem umfassenden Zentrum der Geschichte des Eisenbahnwesens zu entwickeln. Dabei strebt sie sowohl eine breitenwirksame didaktische Präsentation als auch ein exemplarischer Betrieb mit historischen Eisenbahnfahrzeugen an. Die Organe der Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum sind der Vorstand und das Kuratorium.

Stiftungsvorstand

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Volker Böhm

Volker Böhm (Jahrgang 1972) arbeitet seit seiner Berufsausbildung zum Industriemechaniker und der anschließenden Prüfung zum Industriemeister bei einem kommunalen Verkehrsunternehmen im mittleren Ruhrgebiet. Seit 2010 ist er dort als Fachreferent für Projektmanagement für Infrastrukturgroßprojekte im Einsatz. Seit seiner Jugend engagiert er sich ehrenamtlich für das Eisenbahnmuseum Bochum. Seit 2021 ist er Mitglied im Vorstand der Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum.

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Nikolai Ingenerf

Nikolai Ingenerf (Jahrgang 1988) studierte Geschichte und Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum mit den Schwerpunkten Technik-, Wirtschafts-, Wissenschafts- und Umweltgeschichte sowie Stadt- und Regionalentwicklung. Nach fünf Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Bergbau-Museum Bochum arbeitet er heute als wissenschaftlicher Referent im LWL-Industriemuseum. 2010 lernte er das Museum im Rahmen eines Praktikums kennen. Seitdem engagiert er sich dort in verschiedenen Bereichen der Vermittlungsarbeit. Seit 2021 Mitglied im Vorstand der Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum.

Kuratorium

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Dietmar Dieckmann (Kuratoriumsvorsitz)

Dietmar Dieckmann (Jahrgang 1961) leitete nach seinem Studium der Sozialwissenschaften an der Universität Duisburg die Zentralabteilung des Ministerium dür Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Freizeit des Landes NRW. Seit Mai 2018 ist er Kulturdezernent der Stadt Bochum, die ihrerseits einer der Gründungstifterin des Eisenbahnmuseum Bochum ist.

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Dr. Günter Köhler

Dr. Ing. Günter Köhler (Jahrgang 1957) begann seine berufliche Laufbahn nach dem Maschinenbaustudium in Hannover bei der Waggon Union Siegen im Bereich Fahrwerkskonstruktion. Nach einer zweijährigen  Assistentenzeit an der Universität Hannover übernahm er die Konstruktionsleitung für den Bereich Güterwagenkonstruktion bei ABB Henschel in Siegen. Ab 1995 leitete Dr. Köhler die Bereiche Drehgestelle und  Güterwagen bei Alstom LHB in Salzgitter. Seit 2006 ist  Dr. Köhler als Geschäftsführer Technik bei der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH tätig.

Essen, Regionalverband Ruhr - RVR - 05.10.2020 Die Verbandsleitung Stefan Kuczera, Beigeordneter Planung/ Foto Volker Wiciok

Stefan Kuczera

Stefan Kuczera (Jahrgang 1982) studierte Raumplanung an der TU Dortmund und arbeitete nach dem  städtebaulichen Referendariat (2009 bis 2011) in der Projektentwicklung für Erneuerbare Energien. Ab 2015 verantwortete er das NRW-Geschäft eines  mittelständischen Projektentwicklungsunternehmens.  Ende 2018 wechselte er als Referatsleiter in die  Liegenschafts- und Hochbauverwaltung des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Seit August 2020 ist er  beim RVR als Beigeordneter für den Bereich Planung  zuständig.

Prof. Hans Günter Merz

Hans Günter Merz (Jahrgang 1947) studierte Architektur und gründete 1981 in Stuttgart das Büro „hg merz architekten museumsgestalter“. Das inzwischen weltweit tätige Büro gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe und Preise und gestaltete in Deutschland u.a. die Ausstellungen im Mercedes-Benz- und im Porsche-Museum sowie die Erweiterung und Grundsanierung der Staatsoper „Unter den Linden“ in Berlin.

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Rolf Swoboda

Rolf Swoboda (Jahrgang 1950) studierte an der Ruhr-Universität in Bochum Chemie und Biologie und war anschließend 40 Jahre in Herne im Schuldienst tätig. Er ist seit 1991 Mitglied der DGEG und arbeitet von Anfang an im DGEG-Archiv in Witten mit. Seit 2019 leitet er dieses Archiv. Er ist Autor von Büchern und weiteren Publikationen zur Eisenbahngeschichte des mittleren und östlichen Ruhrgebiets und Westfalens.

Verabschiedung von Norbert Tempel

Norbert Tempel

Dipl.-Ing. Norbert Tempel (Jahrgang 1954), seit 1973 Mitglied der DGEG, studierte Maschinenbau an der TH Dortmund und hat seit 1986 den Aufbau des Westfälischen Industriemuseums (heute LWL-Industriemuseum) als Referatsleiter Technik und Restaurierung verantwortlich mitgestaltet.
Er ist Mitbegründer und Herausgeber der Zeitschrift Industriekultur, Sprecher von TICCIH Deutschland (The International Committee for the Conservation of the Industrial Heritage) und arbeitet bei ICOMOS u.a. in der Monitoring-Gruppe für die deutschen UNESCO-Welterbestätten mit.

Ehrenvorstand

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Prof. Wolfgang Fiegenbaum

Wolfgang Fiegenbaum (Jahrgang 1950) studierte Soziologie und Psychologie und arbeitet heute als Unternehmer und als Vorstand einer Wissenschaftsstiftung. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zu den Themen Psychologie und Eisenbahngeschichte. Von 2011 bis 2021 leitete er die Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum.

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am 25. Mai 2018 tritt die neue europäische Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Diese Verordnung sorgt für die notwendige Transparenz Ihrer personenbezogenen Daten im Internet.

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